Trauer und Sterbebegleitung

Die Ausbildungen habe ich bei der Ayurvedischen Akademie Rosenberg in Deutschland, im Rigpa Zentrum in Zürich und beim Amt für Bevölkerungsschutz absolviert.

«Der Tod ist der entscheidende Moment unseres Lebens, und jeder einzelne von uns sollte in Frieden und erfüllt sterben können, im Wissen, dass uns die bestmögliche spirituelle Begleitung zuteil wird»
Sogyal Rinpoche

Um anderen Menschen helfen zu können, ihre Beziehungen vor dem Tod zu klären und ihr Leben in Frieden zu beenden, müssen wir lernen, die eigene Vergänglichkeit zu akzeptieren!
Es ist nur möglich eine gute Begleitung anzubieten, wenn wir uns selber immer wieder reflektieren und an all unseren Ecken und Kanten arbeiten – so wie an einem Stein, der durch fliessendes Wasser immer feiner und runder wird!

Es geht bei der Begleitung darum, den Menschen in SEINEM Sein zu begleiten. Als Begleitende übe ich mich darin, mein Herz offen zu haben, mich mit meiner Mitte zu verbinden, und so einen Raum für Offenheit, Zuversicht, Mitgefühl und liebende Güte zu errichten.

  • So ist es möglich Ursachen von Schmerz zu erkennen
  • das Transformieren von Leiden zu vermitteln
  • zu verwirrten und dementen Patienten eine Verbindung herzustellen
  • Bedürfnisse eines sterbenden oder leidenden Menschen zu erkennen
  • Trauernde zu unterstützen, ihren Verlust anzunehmen,so dass sie sich dem Leben wieder öffnen können

Es gibt verschiedene Formen von Sterben. Auf der einen Seite der grosse Tod – also der physische Abschied vom Körper. Auf der anderen Seite gibt es während eines menschlichen Lebens verschiedene Formen vom „kleinen Tod“, wie z.B. der Verlust des Arbeitsplatzes, das Ende einer Liebesbeziehung, der Verlust eines Organes durch eine Krankheit oder Unfall etc.

Wenn es mir gelingt, Mut, Zuversicht, Vertrauen, Liebe und auch Humor vermitteln zu können, dann ist das auch immer für mich selber ein Geschenk. Ich empfinde immer eine grosse Dankbarkeit für die Menschen, welche mir ihr Vertrauen schenken. So bin auch ich immer Schüler, wie jeder Mensch, welcher mir begegnet, auch für mich immer Lehrer ist!

Stufen

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe, blüht jede Weisheit auch und jede Tugend zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern. Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe bereit zum Abschied sein und Neubeginne. Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern in neue, andere Bindungen zu geben. Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt, und der uns hilft zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten, an keinem wie an einer Heimat hängen, der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen. Er will uns Stuf’ um Stufe heben, weiten. Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise – und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen. Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise, mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde uns neuen Räumen jung entgegensenden. Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden... Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

Hermann Hesse

 

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